Wer? nochmals reloaded….

Dieser Blog existierte schon mal, vor ca. 2 oder 3 Jahren 4 oder 5 Jahren. Nun, jetzt ist er vielleicht wieder da und wir auch.

Familie H. aus A., Nähe Zürich, dort wo die vielen Banken und Steuer-CDs herkommen, wir bezahlen mit Franken oder Schokolade und haben natürlich eine eigene Kuh im Garten. Und nein, Schweizerdeutsch ist nicht so ähnlich wie Deutsch. Wurzeln in Italien und Spanien. Darum immer etwas zu laut für Schweizer und etwas zu pünktlich für Südländer. Joah, das lassen wir so stehen.

Ich: Jg. Irgendwo um 1975. „You look like a turkish woman“- no, i’m from Italia.“ Optimistisch, bis zur Grenze ans Realitätsfremde, da ich an das Gute im Menschen glaube, irgendwie, trotz allem, ähm, ja. Chaotisch. Glücklich mit meinem 50% 70% Job, der mir erlaubt, schöne Kleider zu tragen und mit dem Auto rumzufahren. 70% sind nicht mehr ganz so locker weg zu stecken aber trotzdem bin ich Immer, meistens, oft zufrieden als Teil-Familienfrau. Grundsätzlich Suchende, weiss noch nicht, was genau ich suche. Lebensaufgabe? Berufung? Fühlt sich aber in etwa so an, als würde ich um 7Uhr vor einem Laden stehen, der erst um 10h öffnet, und ich hab noch nicht mal ‚ne Ahnung, was die in dem Laden verkaufen! Das lassen wir so stehen…

Er: Jg. 7 Jahre früher als als Ich. Ordentlich bis pingelig und in der Familie der einzige mit diesen Eigenschaften, was für ihn wohl schwerer zu ertragen ist, als für den Rest. Hofft auf ein Burn-Out, um sich endlich zum Förster umschulen zu lassen und die Anzüge in den Schrank zu hängen. Trägt Anzüge nur noch für 80%, was ihm viele erstaunte Blicke einbringt von Leuten, die eigentlich gerne möchten, sich aber nicht trauen. Hasst immernoch Zugfahren in den Stosszeiten, ist aber jetzt erst recht zu geizig für ein 1.Klasse-Abo. Von cholerisch bis phlegmatisch alle Zwischenstufen möglich und dies völlig unvorhersehbar. Darum funktioniert unser Zusammensein wohl seit bald 18 20(!) Jahren immer noch.

JuniorI: Jg. 2002, Fussballer und Sportfreak in Theorie und Praxis, dank rascher Auffassungsgabe schulsystemkompatibel, schlau, viel zu alt für sein Alter, weil Elefantenhirn, erinnert sich dadurch an Gegebenheiten, die vor 3 Trilliarden Jahren zwischen Frühstück und Zähneputzen passiert sind und von dem kein Mensch mehr eine Ahnung hat. Nachforschungen bestätigen jedoch zu unserem Leidwesen, dass er meistens recht hat. Leicht zwanghaft und darum Sportstatistikfreak (wer lag im Jahre 2006 im 3. Formel 1-Rennen auf Platz 16 und 17) und als Gegenpol dazu Inhaber eines KinderJugendzimmers, das einen vor Unordnung den Atem raubt. Kommt langsam aber sicher in den Saft, was sich an der Anzahl umherliegender Socken an den unmöglichsten Stellen und einzelnen Pickeln im Gesicht zeigt. Sucht täglich nach Achselhaaren.

JuniorII: Jg. 2003. Keine Ahnung, wie dieser Genmix zustande gekommen ist. Liebt klettern, fischen und jagen (darf er noch gar nicht!). Will mal Fischer, Jäger oder Model werden. Absoluter Charmebolzen, und notorischer Hundeblickanwender, was auch die einzige Überlebensstrategie sein kann, wenn man zum wiederholten Male mit einem Riss in den neuen (sic!) Jeans nach Hause kommt. Auch er dank rascher Auffassungsgabe schulsystemkompatibel, scheint jedoch bloss mit einem Kurzzeitgedächnis gesegnet zu sein. Anders kann man sich seine Vergesslichkeit nicht erklären, ausser es geht um das Dessert nach dem Mittagessen, das vergisst er nie. Probt das pubertieren, klappt aber noch nicht wirklich.

IS ANYBODY OUT THERE?!

oh hallo…da ist ja (m)ein Blog…?

Ich hatte den total vergessen, aber da ich mich, um bei Juliane zu kommentieren, anmelden musste, tja, bin ich da wieder drauf gestossen…!

Wie geht’s euch so? Ich freue mich, dass ich dieses Neujahr, keine Kuchen und keinen Lachs vergessen sowie die Linsen ohne Zwischenstopp in den Magen befördern konnte.

Unterdessen haben wir die Burn-out Gefahr für meinen Mann etwas gebannt, er arbeitet jetzt 80% und ich dafür 70%. Bleiben wir also bei 150%, da bleibt wenigstens genug Zeit, um den Lohn auch zu geniessen. Wobei mein Mann ja nicht 20% weniger arbeitet, nein, er ist jetzt einfach jeden Montag zuhause und raubt mir mit seinem Hyperaktionismus den letzten Nerv. All zu sehr will ich mich aber nicht beklagen. Wir können jetzt sogar IKEA! Heisst, wir kaufen dort Möbel, die wir dann sogar zusammen bauen. So freuen sich die Jungs jetzt also über neue Kinderzimmer und das Selbstwertgefühl meines Büro-Mannes steigert sich mit jeder angezogenen Schraube und jeder Schublade, die perfekt schliesst.

Keine Ahnung, ob ich hier wieder mehr schreiben werde, ich lasse euch einfach mal liebe Grüsse da!

 

Vor- und Nachteil

Ich liebe meinen Job!

Er ist Herausforderung, Freiheit, Spass und Luxus in einem.

Der Nachteil davon wurde mir heute bewusst. Ziemlich glasklar bewusst. Ich hatte bloss einen Kundentermin und trat um 14.15h zufrieden aber mit einer riesigen To-do-Liste gedankenversunken durch die Wohnungstür. Das „gedankenversunken“ hielt ca. 2,3 Sekunden. So lange dauerte es nämlich, bis das Geschrei sich einen Weg durch meine Ohren in die Ecke des Gehirn gebahnt hatte, das für die Zuordnung des „WasWieWarum“ zuständig ist.

Die Quelle ward schnell gefunden. 7(!) glücklich kreischende Jungs, amüsierten sich in meinem Wohnzimmer. Mein Blick muss auch für einen 9 und 11 Jährigen lesbar gewesen sein.

JuniorI, leicht vorwurfsvoll: „Wir haben dich angerufen!“

JuniorII, wittert eine Chance: „genau, wir wollten ja fragen…“

Ich, beherrscht:“was GENAU wolltet ihr fragen?“

JuniorI+II, dammbrechend: „ja ob es okay ist, dass unsere Kumpels zu uns zum Spielen kommen…!

Mymum, Babysitter und total von der Brut eingenommen: *schulterzuck, „ich fand’s ok…“

Leute, ich hasse sogar Geburtstagsparties, und meine Jungs wissen das! Die armen Kleinen haben nur auf so einen Moment gewartet. Ist ja auch cool 7(!!) Jungs bei Shietwetter eingesperrt bei uns zuhause zu haben?!

Nun ja, sie waren dann eigentlich ganz lieb und ich musste auch bloss 3x ganz laut „RUHE“ brüllen. Und um 17h war der Spuk vorbei.

Meinen Bengeln habe ich dann klar gemacht, dass sie solche Ideen auf den Sommer verschieben sollen, dann wenn ich alle raus sperren darf.

„Mama du bist so cool, die anderen Mütter haben nämlich alle nein gesagt…“

Ja. Klar.

Erinnert ihr euch…

…wie das war, als ihr als nicht-mehr-ganz-Kind-aber-noch-nicht-wirklich-Jugendliche/r zum ersten Mal Schmetterlinge im Bauch hattet? Wie man dann im Bett lag und verwirrt diesen nachspürte? Und wie eigenartig schön und unheimlich das war, dass sich der Bauch zusammenzog, wenn man an diese eine Person dachte?

Mein JuniorI hat bisher jegliches „Liebe-Zeugs“ elegant umschifft, aber gestern, nach unserem Besuch (beide Mädels gehen mit unseren Jungs in die Klasse, wir unternehmen als Familien viel miteinander), hab ich’s in seinen Augen gesehen. Dieses Blitzen in den Augen und die hastig geflüsterten Worte: „Mama, wir haben Wahrheit, Pflicht, Prozent gespielt und ich muss jetzt T. umarmen…“

Und danach im Bett, da habe ich mich erinnert…

Neues Jahr, neues Glück

Ich konnte die letzten Tage nicht schreiben, da ich sehr damit beschäftigt war, mich am Leben zu erhalten.

Begonnen hat mein Überlebenskampf am 1.1.13 um ca. 00.02Uhr. Ich möchte betonen, dass wir sehr amüsiert rüber gerutscht sind. Und da ich am Morgen des 31.12. ja noch ziemlich Kapazitäten frei hatte, war es beschlossene Sache, dass wir mit unseren Gästen nicht nur lecker essen-, Feuerwerk zünden und mit Champagner anstossen-, sondern, ganz die italienische Tradition in meinem Genen, Linsen um Mitternacht essen wollten. Mit den Linsen verhält es sich in etwa so, wie mit der roten Unterwäsche. Was muss, das muss. Ich habe also entspannt unter dem strengen Blick meines Mannes („aha, bist du sicher, dass man die genau so…“- „JA!, BIN ICH!“) am Nachmittag des 31.12. die Linsen für Mitternacht vorgekocht. Obwohl ich mir bei der roten Unterwäsche nicht ganz sicher bin, inwiefern die Glück bringen sollte, ausser dass die Ehe- und sonstigen Männer das wohl gerne sehen, ist es bei den Linsen ganz klar. Sie symbolisieren das Geld im neuen Jahr. Viele Linsen = viel Geld. Alles ganz einfach.

Aber lasst uns jetzt den Abend vorspulen und um 00.02h Halt machen. Alle sind glücklich, haben etwas rote Gesichter vom Feiern und dem vielen Essen, loben die Linsen, die excellent schmecken, nur ich huste mir die Seele aus dem Leib. Das klingt, nun, nicht sehr elegant, was auch wirklich schwierig ist, wenn du kurz vor dem Erstickungstod stehst. Wir haben alles versucht, „trink doch was“, auf den Rücken klopfen, Handstand (ok, DAS war ziemlich peinlich, da meine Motivation zur Mitarbeit eher, hm, sagen wir, verhalten war), bis zum Heimlich-Manöver. Die Linse steckte fest. Zum Glück nicht mehr in den unteren Luftwegen. Nein sie entzückte mich die nächsten zwei Tage mit ihrer Präsenz unter meiner Gurgel. Es dauerte geschlagene 48h, bis sich das Ding zersetzt hatte. Ja, schön! Und ich weiss noch immer nicht, was die festgesteckte Linse symbolisch so heissen soll, aufs Geld für 2013 bezogen.

Und jetzt habe ich Pickel, seit einer Woche. Und heute Abend ein wichtiges Geschäftsessen. Das Leben ist schön.

Und ihr so?

Gestern Morgen um 10h in der Schweiz…

Mein Mann und ich mit einer Trilliarde Leute noch bei den letzten Einkaufbesorgungen.

Er: „Du sag mal, was für einen Kuchen wünscht sich der Kleine?“

ich so: „VON WELCHEM KUCHEN SPRICHST DU??!!“

Im ganzen Jahresendestress hatte ich zwar für das leibliche Wohl unserer Gäste gesorgt, auch für die Geburtstagsgäste am 1.1., aber an Kuchen überhaupt nicht mehr gedacht. Kurzer Anruf nach Hause, wo die Jungs friedlich vor sich hinlömmelten.

Ich: Schatzi, was für Kuchen soll Mama denn für deinen Geburtstag backen?

JuniorII: Schokokuchen und Mohn-Marzipan-Kuchen…und…

„Stopp“, schrie ich dazwischen, „das reicht!“

Heute morgen dann der Kleine nach seinem Geburtstagskuss:

„Mama, ich freue mich SO auf mein Lachsbrötchen!“

Ich so: VON WELCHEM LACHS SPRICHST DU?

Mein Mann ist jetzt unterwegs und sucht eine Tanke, die Lachs verkauft.

Mit beileidigend Grüssen an Merle, nur 1.1.-Mütter wissen um unsere Not.

Da war doch was…?

2012 war soweit ich mich erinnere ganz ok.

Das neue Jahr hatte zwar ziemlich bescheiden angefangen. Wir waren bei (jetzt ehemaligen) Freunden zu Silvester eingeladen und die haben sich untereinander sowas von gezofft! JuniorI hat das Ganze so angekotzt, dass er sich lauthals ins Klo übergeben hat und dann einfach um 23h einschlief. FreundMann war um Mitternacht beleidigt in der Toilette eingeschlossen, FreundFrau sass mit verheultem Gesicht auf dem Sofa. Der einzige der sich freute war Junior II, der hat nämlich am 1.1. Geburtstag und ihm war klar, dass er sich seinen Ehrentag nicht vermiesen lassen würde. Er ist unglaublich hartnäckig und hat alle langen Gesichter demonstrativ übersehen, das gute Kind. Recht hat er, da freut man sich ein ganzes Jahr auf seinen Tag und da haben so ein paar Erwachsene das Gefühl, sich so anstrengend benehmen zu müssen. Wir haben dann um Mittternacht mit Cola angestossen und sind nach einem kurzen Geschenkeauspacken von JuniorII ins Bett gekrochen.

Im Feburar waren wir Skifahren. Eine tolle Woche, bloss sind unterdessen dieses befreundete Ehepaar auch getrennt…(auch da haben wir absolut nichts mit zu tun! Ich schwöre!!). Im Februar habe ich auch meine neue Arbeitsstelle angetreten, ein toller Job, ich liebe ihn!

Im März war, öhm, einfach März.

Im April wurde JuniorI 10 Jahre alt und wir haben eine Turnhalle gemietet, damit er seine ganzen Fussballclubkollegen einladen konnte. DAS war eine Party sage ich euch, ich zittere heute noch beim Gedanken daran. Merke: vergesst es, er wird zum Glück nur 1x 10 Jahre alt.

Mai, Juni, alles wartet auf die Sommerferien

Im Juli waren wir in der Toscana, ich hatte mich riesig darauf gefreut, jedoch vergessen, dass zum Landleben IMMER Mücken dazu gehören. Und Mücken sind meine personifizierten Erzfeinde. Die haben es IMMER alle auf mich abgesehen und die Stiche schwellen so an, dass ich aussehe, als hätte ich Cellulite, auch dort, wo ich sonst keine habe! Merke: Reise nur noch mit Mosquitonetz!

Im August wurden unsere Januar-beste-Freunde unsere Ex-Freunde. Ich hatte einen Termin vergessen und daraufhin hat der FreundMann kein Wort mehr mit mir geredet. Tut er auch heute noch nicht. Ich möchte anfügen, dass dieser Termin eine lose Abmachung war, dass die Jungs etwas zusammen trinken gehen…ich habe keine Überraschungsparty mit 150 geladenen Gästen in den Sand gesetzt, oder so…! Merke: „Freunde“ die um nichts ein „Geschiss“ machen, sind anstrengend und gehören entsorgt.

September, warten auf die Herbstferien

Oktober, 1 Woche Tenerife, so total entspannend mit bloss Pool, Essen und chillen. Mann war das nötig!

November, Aufschieben der Dinge, die unbedingt vor Weihnachten noch erledigt werden müssen.

Dezember, hysterisches Abhaken der Dinge, die unbedingt noch vor Weihnachten erledigt werden müssen, der Versuch von Besinnlichkeit und die Freude, wenn die Festtage rum sind, bloss um zu erkennen, dass es am 1.1. mit dem Geburtstag von JuniorII weitergeht und man am 31.12. zu den allgmeinen Vorbereitungen zum Jahreswechsel noch zwei Kuchen backen sollte…und einen Jahresrückblick schreiben wollte…

(Hätte ich meinen Blog schon länger, gäbe es hübsche Links zu all diesen Erlebnissen, habe ich aber nicht, darum, nix Link. )

Meinen 2 Lesern und allen dazukommenden wünsche ich ein tolles 2013. Rockt das Haus, Leute!